Markt der Sinne in Kastellaun – riechen, schmecken, hören, fühlen, schauen…

Zum ersten Mal waren wir am Wochenende auf dem Markt der Sinne in Kastellaun. Zum fünften Mal fand der dieses Jahr statt, bisher hat es bei uns einfach noch nicht gepasst. Umso schöner, dass wir dieses Jahr endlich Zeit fanden hinzugehen.

Die Burg Kastellaun – wunderbare Kulisse für den Markt der Sinne

 

Wo könnte ein solcher Markt besser aufgehoben sein, als an der Burg? Das Wahrzeichen von Kastellaun ist für solche Märkte wie geschaffen. Du hast dort Platz, die Besucher können sich auf verschiedenen Ebenen bewegen, die Marktstände können sich im Burggelände verteilen und so entsteht ein anspruchsvoller Markt voller Abwechslung.

Für uns war das ein extrem interessanter Markt. Nicht nur wegen der Vielfalt an Ausgestelltem – nein, wir haben so tolle Unterhaltungen geführt. Wow.

Während des Ganges vom Parkplatz hinauf zur Burg über den Wehrgang, hörten wir schon das Gauklerpack musizieren. Gute Laune versprühten sie mit ihren witzigen Liedern. Es war ein wahrer Genuss für die Ohren. Oben angelangt haben wir viele Menschen angetroffen. Es war gut gefüllt an der Burg. Ein Zeichen dafür, dass der Markt der Sinne von der Bevölkerung gut angenommen wird. Sicherlich spielte an diesem Sonntag auch das Wetter super mit…

Wir hörten und sahen uns erstmal das Gauklerpack weiter an. Wirklich tolle Schauspieler, die Musikanten.

Das Gauklerpack beim Musizieren

Nun aber wollten wir uns die Sinne auch noch anderweitig verwöhnen lassen und das ging direkt lecker los. Wir waren beim Hunsrücker Bio-Gemüse gelandet. Die Tomaten – eine Wonne! So wohlschmeckend und so verschieden farbig. Wir reservierten uns welche und gingen weiter zu tollen selbstgemachten Taschen.

Ein buntes Angebot
Super schöne Unikate vom Blauen Baldower

Diese Ideen, die hier in die Realität umgesetzt werden, faszinieren uns immer wieder. Taschen aus alte Landkarten oder Turnmatten herzustellen ist schon etwas, wo man/frau erstmal drauf kommen muss… Beim Blauen Baldower fanden wir genau diese Ideen, die uns begeisterten.
Am nächsten Stand durften wir Essig probieren. Ok, wer mich, Claudia, kennt, der weiß vielleicht, dass Essig wirklich nichts für mich ist. Aber ok, probieren muss ich es dann doch. Aber ehrlich gesagt, war mit der Quitten-Likör im Anschluss viel viel lieber.

Leckeres Brot und leckere Brötchen gab es auch

Am Weihnachtsmarkt trafen wir schon auf die wunderbar riechenden Seifen von Seidig Seifen. Hier nun haben wir wieder ein paar Nasen genommen. Habt ihr die schon mal gerochen?
Ich bin kein Seifenfreund, aber diese hier riechen fast alle richtig gut.

Dieser Mix an verschiedenen Waren gefiel uns so richtig. An jedem Stand konnten wir irgendetwas entdecken, das uns fesselte. Und wir trafen immer wieder bekannte Gesichter. Zum Beispiel im Vorraum zum Haus der regionalen Geschichte.
Schon von weitem erblickten wir die Wollknäuel und gestrickten Sachen, die wir schon auf dem Neuerkircher Bauern- und Handwerkermarkt bewunderten.
Also Anita bewundert sie, ich pflichte ihr grundsätzlich bei, wenn sie mir erzählt, mit welchen Maschen das ein oder andere schöne Teil gestrickt wurde.
Die Wolle der Wollkatze aus Kratzenburg ist es, die Anita begeistert…

Wolle vor der Stadt Kastellaun

Als wir wieder unter freiem Himmel waren – das Haus der regionalen Geschichte besuchten wir dieses Mal nicht – fanden wir einen der für uns interessantesten Stände. Nämlich den der Holzbildhauerin Ingrid Pietsch. Aber wir sahen nicht nur Holz, sondern auch Bronze-Skulpturen und Figuren. Und wir wussten schon, warum wir so lange mit Ingrid Pietsch redeten: irgendwann erwähnte sie nämlich, dass sie mit dafür verantwortlich ist, dass in der Steckeschlääferklamm bei Bingen 60 Waldgeister leben.
Jaaaaaa, beim Thema Wandern sind wir natürlich mit allen Sinnen dabei. Das hätten wir irgendwie nicht erwartet, dass uns das Thema hier begegnet.

Anita im Gespräch mit Ingrid Pietsch
Blick in den Burg-Keller

Auch im Burg-Keller, wo sonst Kerkeressen stattfinden, gab es am Sonntag etwas für alle Sinne. Wir probieren Dips und Essig (ja, wieder Essig……) beim Stand der Convenda, wir erfühlten toll verarbeitete Stoffe bei Karin Jungherz, rochen und schmeckten Käse, sahen tolle Baby-Schuhchen und gingen doch irgendwann wieder hinaus.

Ja, die waren lecker, die Dips aus der Convenda.
Schöne Handarbeitssachen auch am Stand von Karin Jungherz – alle Made in Hunsrück!

Das Ritterliche Klassenzimmer von Dirk Neid darf natürlich nicht fehlen…
Anita hat sich mal als Baumeisterin versucht, naja. Vielleicht ist Stricken doch besser :-*

Baumeisterin Anita

Wir können gar nicht alles aufzählen, was wir auf dem Markt der Sinne gefunden haben. Nudeln mit Geschmack (zum Beispiel Zimt), Lesezeichen aus Filz, Armbändchen aus zwei Stoff-Lagen – einfach aber sehr hübsch, Glasschmuck, Baby-Spielzeug, Honig, essbare Blumen, Holzschnitzarbeiten, Kunst und Gebrauchsgegenstände aus Ton, Backfisch, Feuerwaffeln, Windräder aus Metall und vieles mehr konnten wir mit allen Sinnen bewundern.

Ein buntes Programm für Kinder rundet den Markt ab. Ob Instrumentenfabrik, beim Bau einer eigenen Ritterrüstung, beim Bogen schießen oder auf der Teufelsrutsche – Kinder haben es gut hier!

Für die richtig Mutigen – die Teufelsrutsche von der Burg hinab

Der Markt der Sinne wird bei uns gewiss nächstes Jahr wieder in die Terminkalender wandern. Zum Einen haben wir hier wunderbare Gespräche geführt, viele Bekannte getroffen, interessante Künstler und Handarbeitsprofis kennengelernt und leckere Anregungen mitgenommen – wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Die Location ist einzigartig, diese Burgruine ist einfach toll.
Die Stadt Kastellaun kann stolz sein auf ihren Markt der Sinne, der gewiss nicht der größte ist, dafür aber einer der sympathischsten und buntesten.

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