Eröffnung des Nahe.Wander.Sommers 2018 auf dem Hildegard Pilgerwanderweg Etappe 4

Wenn ihr fleißig unseren Blog lest, dann wisst ihr, dass die Eröffnung des Nahe.Wander.Sommers 2018 gestern, am Sonntag, den 06.05.2018 war.
Und ihr wisst auch, dass wir dabei waren :-)

Hier schreiben wir euch nun, wie es uns auf der Eröffnungswanderung ergangen ist. Diese verlief auf der 4. Etappe des Hildegard von Bingen Pilgerwanderweges von Monzingen auf den Disibodenberg.

Eine Übersicht über die Wanderungen der Veranstaltungsreihe findet ihr beim Klick auf diesen Link: Vorschau: Nahe.Wander.Sommer 2018

komoot mit gpx-Date zum Download Etappe 4 Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg

[www.komoot.de/tour/Eröffnung_NaheWanderSommer_Hildegard_von_Bingen_Pilgerweg_Etappe_4/31322680]

Die offizielle Eröffnung

Treffpunkt war für alle an der evangelischen Kirche in Monzingen. Schon dort – oder eigentlich schon viel früher – war klar: das Wetter spielt richtig gut mit. Die Sonne strahlte aus allen Knopflöchern. Es war wunderbar warm, für uns ist das richtig toll, für andere war es schon zu heiß… Der Verkehrsverein Monzingen war zur Stelle mit Getränken und Essen.

An der Kirche wurde die Veranstaltungsreihe also offiziell eröffnet.

Ihr wisst, was das heißt?

Es wurde geredet.

Aber es waren angenehme Reden. Es fassten sich alle kurz, das Gesagte war interessant und so war auch niemand gelangweilt.
Wir hörten Ute Meinhard, die Geschäftsführerin der Naheland-Touristik, Bettina Dickes, die Landrätin des Kreises Bad Kreuznach, den Landrat des Kreises Birkenfeld und stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Naheland-Touristik Dr. Matthias Schneider, den Bürgermeister von Monzingen Hans-Jürgen Eckert, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim Rolf Kehl und den Redaktionsleiter des Öffentlichen Anzeigers Bad Kreuznach, Rainer Gräff – denn: die Eröffnung des Nahe.Wander.Sommers fand in Kooperation mit dem rz-Wandertag statt.

Die Verlosung

Nach den Reden wurden 3 Pilgerbücher  des Hildegard von Bingen Pilgerwanderweges von Annette Esser(*) verlost. Auf das Buch hatte ich schon vorher mal geschielt, hmmm. Na, ich versuchte mein Glück, es mussten Fragen zu Hildegard und dem Pilgerwanderweg beantwortet werden.

Meine Frage war leicht.

Für meine Nebenfrau.

Ich gebe zu, sie hat etwas geholfen.
So.
Nun ist es raus.
Ich werde im Leben allerdings nie wieder vergessen, wo die Hildegard vermutlich geboren ist. In Niederhosenbach. In unserem Bericht über die Ankündigung der Eröffnung des Pilgerweges letztes Jahr, habe ich das auch ganz genau recherchiert – aber in diesem Moment war es mir tatsächlich entfallen.
Ich danke für die Hilfe :-)

Etappe 4 Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg

Wir gehen mit Wanderführer und Kultur- und Weinbotschafter Rudolf Ackermann in Monzingen los. Es sind viele Wanderer zu der Eröffnung gekommen, wohl um die 200.
Zu Beginn ist die Schlange lang. Dies verteilte sich aber bald auf den rund 14 Kilometern.

Der Ort Monzingen ist über 1200 Jahre alt und hat einige schmucke Fachwerkhäuser im Ortskern. Der Weinbau spielt hier – wie in vielen Orten an der Nahe – eine große Rolle.

Es geht bergauf und wir merkten unsere Muskeln. Nach dem Wandermarathon am Donnersberg am Vortag war das nicht verwunderlich. Darüber werden wir euch noch berichten.

Als wir aber die ersten Höhenmeter überwunden haben, sind wir froh, denn wir hatten eine wunderschöne Aussicht über das Tal der Nahe.

Die Wanderung startet in Monzingen
Nahe Wander Sommer 2018 Monzingen
Blick zurück nach Monzingen

Es geht durch Weinberge und Wiesen bis nach Nußbaum. Herrlicher Ortsname, oder?

Bestes Wetter bei der Eröffnung des Nahe.Wander.Sommers 2018

Nußbaum

Der Ort mit etwa 460 Einwohnern hat seinen Namen nicht von einem Baum, wie man vermuten könnte, nein, es waren die Ritter von Nußbaum, die bis ins 14. Jahrhundert hier ihren Stammsitz hatten. Wer hätte das gedacht…
Selbst Einheimische sagten uns, dass die Nußbäume Namensgeber seien.
In Nußbaum erwarteten uns im “Grünen Haus” schon nette Nußbaumer mit Brezeln und Kaffee. Dieses Haus haben die Bürger des Ortes wieder aufgebaut und für die Gemeinschaft zugänglich gemacht. Jetzt finden hier Bürgertreffs und Feste statt. Toll!

Brezeln im Grünen Haus

Unser Weg führt uns durch weitere Weinberge, aber auch Wiesen mit Pferden waren zu sehen.

Am nächsten Halt gab es etwas ganz besonderes!

Hildegard-Dinkel-Brezeln von der Bäckerei Fickinger. Die waren extrem lecker, ganz anders als gewohnte Brezeln. Wanderwasser und Wein gab es ebenso. Alle gingen frisch gestärkt weiter in Richtung Bad Sobernheim.

Hildegard-Brezeln
Hildegard-Brezeln aus Dinkelmehl – besonders lecker! Bäcker Fickinger ist zu Recht stolz auf das Produkt.
Wanderwasser, Hildegard-Brezel und Pilgerwanderweg-Wein vom Weingut Grossarth in Odernheim – bei schönstem Wanderwetter und toller Gegend.
Beschilderung Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg
Da verlaufen mal viele Wanderwege. Neben dem Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg, der vermutlich der Jüngste in der Runde ist, gehen hier noch der Weinwanderweg Rhein-Nahe, der Nahehöhenweg des Hunsrück-Vereins, der Panroramaweg der Verkehrsverein Monzingen, der Weinwanderweg Mittlere Nahe und eine Nordic Walking-Strecke entlang.
Bad Sobernheim

Der Ort überraschte uns mit tollem Flair. Wir kennen Bad Sobernheim (die Stadt trägt im Übrigen erst seit 1995 den Zusatz “Bad”) von seinem Barfußpfad und dem Freilichtmuseum. Aber die Innenstadt ist auch richtig prächtig, wie wir am Sonntag der Eröffnung des Nahe.Wander.Sommers 2018 sehen konnten. Tolle alte Häuser, gemütliche Cafés, Brunnen und Kirchen, all dies konnten wir bewundern.

Bad Sobernheim

In Bad Sobernheim gab es im Heimatmuseum dann Wissenswertes zu den Kräutern und Heilpflanzen, die auch die Hildegard schon zu nutzen wusste.

Weiter ging es vorbei am Campingplatz, auf dem auch an die Pilger gedacht wird, schaut mal:

… ab diesem Tag gibt es die “Pilger-Vesper” mit Dinkel-Waffeln. Echt klasse. Genau so muss das laufen, die ansässigen Restaurants “gewöhnen” sich an das neue Klientel, in diesem Fall an die Pilger.

Wir gehen dann eine ganze Weile zwischen Bahnstrecke und Barfußpfad auf einem kombinierten Wander- und Radweg. Hier musst du bei solchem Wetter recht wachsam sein, denn die Radfahrer brausen nur so an dir vorbei. Es ist gut so, dass die Menschen raus gehen und das Wetter genießen, aber manchen wünschen wir ein wenig mehr Rücksicht.

Wir biegen irgendwann nach rechts ab, queren eine große Wiese, überqueren die Nahe auf einer kleinen Holzbrücke.

Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg
An dieser Stelle biegt der Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg nach rechts ab und führt auf eine Wiese.
Nahe Fluss
Die Nahe
Staudernheim

Nach dem Passieren der Brücke befinden wir uns in Staudernheim. Dies ist ein Ort mit knapp 1400 Einwohnern und du gehst auf dem Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg einmal hindurch. Es war recht verschlafen, als wir dort ankamen.
Im Katholischen Pfarrhaus waren für die Pilger die Toiletten geöffnet und ein Mann weist uns freundlich darauf hin, dass der Eingang der katholischen Kirche an der Seite sei. Das war nett von ihm, wir wollten aber nicht in die Kirche. Wir wollten weiter auf den Disibodenberg.

Tafel Hildegrad von Bingen Pilgerwanderweg Staudernheim
Anita studiert die Tafel, auf der viele interessante Fakten über das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen zu lesen sind. Insgesamt gibt es 59 von diesen auf den 10 Etappen.
Weg zur Klosterruine Disibodenberg
Ankunft auf dem Disibodenberg

Hier wurden die Pilger schon mit einem kleinen Hildegardmarkt erwartet.
Es gab Würstchen und Kuchen (auch aus Dinkel), einen Bierbrunnen, in dem Landrätin Bettina Dickes Getränke ausgab, tolle Musik, das Museum war geöffnet und die an diesem Tag kostenlosen Führungen zur und durch die Klosterruine hochinteressant.
Auch Stände der Regionalmarke Soo-Nahe und der Feinkost-Manufaktur Vinella waren vertreten.

Die Klosterruine Disibodenberg… wow, das hat mir so gut gefallen, dass ihr darüber in einem extra Bericht lesen könnt.

Summi von der Rhein-Zeitung war auch da und ließ sich bereitwillig fotografieren.

Summi

Fazit

Wir haben einen wunderschönen Tag auf der 4. Etappe des Hildegard von Pingen Pilgerwanderweges verbracht und glauben, dass der Nahe.Wander.Sommer 2018 nicht besser hätte starten können. Das Wetter war fantastisch, den Organisatoren ist ein toller Tag gelungen.

Uns hat dieser Tag auf jeden Fall Lust auf mehr Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg gemacht – denn laut Bettina Dickes startet die schönste Etappe auf dem Disibodenberg. Im Pilgerbuch von Annette Esser steht: “Die 5. Etappe bildet das Herzstück des Hildegardweges.” – wir sind gespannt, denn sobald Zeit ist, schauen wir uns diese an und berichten euch!

Unseren ersten Stempel im Pilgerpass Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg haben wir nun – es folgen gewiss weitere.

Weitere Informationen

Übersicht über den Nahe.Wander.Sommer 2018 bei uns im Blog

Monzingen

Nußbaum

Bad Sobernheim

Staudernheim

Disibodenberg Scivias Stiftung

Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg

Naheland-Touristik

2 Kommentare

  1. Eine schöne Sache… und das nach dem Wandermarathon. Respekt. Den Wandermarathon hab ich ganz gut überstanden… mir dann aber auf der “Auslaufrunde” am Lahnwanderweg am Sonntag das Knie verdreht. Autsch…

    Liebe Grüße, Jörg

    • Huhu Jörg – das ist ja ärgerlich mit deinem Knie, schnelle und gute Besserung!
      Für mich kam der Muskelkater am Montag, heute aber ist alles wieder fort nach einer kleineren Traumschleifen-Runde :-)
      Liebe Grüße nach Limburg an euch
      Claudia

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