Winterwunderland Hunsrück – Wandern auf der Traumschleife Gipfelrauschen

Liebe Leute, da haben wir etwas Schönes erlebt, die Bianca von lebedraussen.de und ich, Claudia. Anita saß mit ihrem Bandabriß im Fuß daheim, leider. Am Ende des Tages erlebten wir einen wunderbaren Sonnenuntergang, du siehst ihn oben im Bild. Was wir davor sahen, davon liest du im folgenden Bericht.

komoot mit gpx-Datei

Anfahrt

Das Hunsrückhaus am Erbeskopf erreiche ich von hier in etwas mehr als einer halben Stunde. Dort gibt es ausreichend Parkplätze, es sei denn es ist schneereich und nach 12:00 Uhr. Dann kann es dir passieren, dass du am Wochenende im Stau stehst.
Der Erbeskopf ist ein beliebtes Ausflugsziel, wenn die Skilifte in Betrieb sind, wird der Berg gut genutzt.

Start der Wanderung

Bianca trifft ein, wir orientieren uns kurz, finden die Traumschleifen-Beschreibung gegenüber vom Hunsrückhaus und wandern fix los.

Das Hunsrückhaus am Erbeskopf im Winter

Zuerst geht es – vorausgesetzt du läufst entgegen dem Uhrzeigersinn – richtig schön bergan. Es geht die Skipiste hinauf. Wenn hier Ski-Betrieb herrscht, musst du gewiss sehr aufpassen.
Wir haben Hochnebel, am Vortag hat es geschneit und auch jetzt fallen leise die Flocken, deswegen sehen wir noch nichts von der Skulptur am Gipfel – nach unten schauen bringt auch nicht viel, dort sehen wir ebenso wenig. Aber: Es macht irre Spaß im Schnee, wir haben solch eine Freude, durch ihn zu stapfen. Lange genug mussten wir diesen Winter darauf warten – nun genießen wir es in vollen Zügen.

Eine Sinnesbank im Schnee

Wir treffen zwei weitere Wanderer mit ihren Hunden, diese vier haben mindestens genauso viel Freude an diesem Tag.

Skulptur Windklang

Dann erblicken wir das Gebilde am Gipfel. Die Skulptur Windklang ist noch recht jung. Erst 2011 wurde sie vom Bildhauer Mancke entworfen und realisiert. Sie gefällt. Also uns. Es wird auch hier natürlich andere Meinungen geben, wie immer, wenn etwas Neues in die Welt kommt 🙂

Wir betreten die Skulptur, haben kaum Sicht, vielleicht 150 Meter. Aber es stört uns nicht. Vermutlich wussten wir schon hier, dass uns später am Tag noch eine wunderbare Sicht erwartet.

Unser Weg führt uns nun in den Wald an der südlichen Seite des Berges. Wie schön das dort war, kann ich gar nicht beschreiben. Die Bäume hatten ein weißes Kleid, es sah alles wie verwunschen aus. Wir kamen aus dem Staunen und Fotografieren gar nicht mehr heraus. Sehr viel Zeit benötigten wir auf dieser normal recht kurzen Traumschleife. Seht selbst, was wir so entdeckten.

Es sah irgendwie so unwirklich aus, als wir Richtung Wald gingen.
Alle Bäume hatten Kleider an und Mützen auf.

Irgendwie muss ich zugeben, dass ich in dem Winterwald nicht eine solch gute Orientierung hatte, wie sonst. Vielleicht lag es am diesigen Wetter oder simpel an dem vielen Schnee. Wir folgten den Schilder – selbstredend ist die Traumschleife Gipfelrauschen vorbildlich ausgeschildert – drehten uns aber so oft um oder nach oben, dass zumindest ich ohne Schilder und Smartphone orientierungslos gewesen wäre. Ok, es wären unseren Spuren im Schnee gewesen, die mich doch gerettet hätten…

Die gesamte Tour ist keine 8 Kilometer lang – wir benötigten inklusive Foto- und Staun-Pausen knapp dreieinhalb Stunden. Das sagt wohl alles.

So ging es uns an diesem Tag… Pure Freude über dieses wunderbare Winterwetter.

Diesen Baumpilz habe ich extra für Anita mitgebracht. Sie saß ja leider mit ihrem Bänderabriß-Fuß daheim…

Auf dem Springenkopf gönnten wir uns eine Teepause und ließen die letzten Kilometer nochmal an uns vorbeilaufen. Bis hierher hatten wir (außer den ersten beiden Kilometern zum Erbeskopf kein An- oder Abstiege bewältigt.
Von hier ging es dann allerdings richtig gut bergab. Da mussten wir schon ein manches Mal schauen, dass wir nicht ausrutschten. Unter dem Schnee war an diesem Tag noch kein fester Boden, es war eher rutschig und matschig.

Teepause 🙂

Zu guter Letzt sahen wir auch noch Wasser. Klares Gebirgswasser plätscherte neben uns im Wald herum.

Die Wege, die wir an diesem Tag gingen, waren zum Teil sehr schmal – waren es Wege? Durch den Schnee sahen wir dies nicht. Die Traumschleife führte unter hängenden Ästen hindurch, die sich durch die Last des Schnees vielleicht noch etwas mehr senkten. Es war wie im Märchen… so schön.

Plätscherndes Wasser im Winterwald

Fazit

Wir erlebten an diesem Tag eine verzaubernde Winter-TRAUMschleife. Es war traumhaft schön, meine Worte reichen dafür nicht aus.
Ich hoffe, die Fotos zeigen euch ein wenig von dem, was wir dort erleben durften. Im Sommer werde ich diese Traumschleife Gipfelrauschen gemeinsam mit Anita noch einmal gehen, vermutlich erwarten uns dann ganz ganz andere Eindrücke als an diesem Tag.

Danke Bianca, dass du mit mir diesen kleinen Wintertraum gegangen bist – unsere zweite Schleife an diesem Tag, die Traumschleife Börfinker Ochsentour lest ihr in einem weiteren Beitrag.

Endlich mal wieder richtiger Winter im Blog!

Mögt ihr es???

Am Abend, als wir von unserer zweiten Tour zurück kamen, war die Sicht vom Windklang im Übrigen diese:

Es war reichlich kalt gegen Abend hier oben. Zwar nur -5 Grad, aber gefühlt waren es -10…
Bewertung

Schwierigkeit: 1,5 (nicht besonders schwierig)
Wetterabhängigkeit: 2 (bei Glätte durch die Steigung und das Gefälle rutschig)
Kindertauglichkeit: 2 (keine besonderen Fähigkeiten erforderlich)
welche Fitness ist nötig: 2 (zu Beginn 2 Kilometer Anstieg)
Zeitintensität: 2 Stunden (ohne Pausen)
Einkehrmöglichkeiten: Hunsrückhaus am Erbeskopf (Öffnungszeiten: 10:00 Uhr – 16:00 Uhr)

Weitere Informationen

Hunsrückhaus

Traumschleife Gipfelrauschen auf den offiziellen Seiten des Saar-Hunsrück-Steig

 

8 Kommentare

  1. Es war sooo schön! Danke, dass wir den Tag zusammen erleben konnten, liebe Claudia 🙂 Und das auch noch bei Schnee. Wie sehr ich mich darüber UND über Deine Begleitung freute! 🙂 LG, Bianca

    • Ich habe ebenso zu danken Bianca.
      Wir müssen uns schon arg anstrengen, um diese beiden Traumschleifen zu toppen irgendwann 😉
      Aber ich vermute, wir bekommen das hin!
      Liebe Grüße ins Saarland
      Claudia

  2. Hach, eine meiner liebsten Traumschleifen, dass muss ich zugeben. Es freut mich, dass sie nicht nur mir so gut gefällt. Im Sommer hat sie wieder ein ganz anderes Flair, wunderschön wild und verwunschen (Eindrücke gibt’s in meinem Beitrag aus dem Sommer 2016), grün und auch sehr, sehr toll. Wenn ihr noch mal geht, sagt Bescheid, Gipfelrauschen geht immer! 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Cora

    • Hallo Cora, deinen Beitrag schauen wir uns gern mal an, danke für den Tipp. Wenn Anita wieder fit ist, muss sie diese beiden vom Sonntag unbedingt auch erleben. Einfach toll!
      Liebe Grüße
      Claudia

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  1. Hunsrück im Schnee: Traumschleife Gipfelrauschen

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