3 Tälerweg bei Kastellaun – Besuch von Trimmbach, Deimerbach und Ourbach

Ein Flyer, gefunden im Haus der regionalen Geschichte in Kastellaun, zeigte uns einen Weg, von dem wir bisher noch nichts gehört oder gelesen hatten. Deswegen sind wir kurzentschlossen an einem Freitag losgegangen, um ihn zu erkunden. Was wir dort so erlebten, lest ihr in diesem Bericht.

Dauer: 2:44 Stunden (ohne Pausen)
Länge:  13,9 km
Höhenmeter überwunden: ↑ 180 m ↓ 190 m
Durchschnitt: 5,1 km/h

Der 3 Täler Weg

Los geht diese Tour in Kastellaun. Wir parken an der Altstadtpassage.
Das passt gut, wir müssen eh im X-Sport Kastellaun noch etwas erledigen. Am nächsten Tag soll es nämlich einen Klettersteig in den Kirner Dolomiten geben – und da gab es noch etwas Organisatorisches zu klären. Somit statteten wir erst dem u.a. mit tollen Wander-Schuhen, Jacken und Rucksäcken ausgestatteten Laden einen Besuch ab.

Von der Altstadtpassage geht es in Richtung Kastellauner See und dort geht die Tour dann offiziell los.

Das Schild des 3 Täler Weges ist viereckig und grün, eine große weiße 3 ist zu sehen und daneben „Täler Weg“. Darüber siehst du ein kleines „Haus“. Das „Haus“ erschließt sich uns nicht ganz, vielleicht zu Unrecht 🙂

Ein alter Baum trägt eines der ersten Schilder am Kastellauner See

Wir gehen die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn, laufen vom Strand aus gesehen rechts am See vorbei und gehen unter der neuen großen Brücke in das Trimmbachtal.
Überwiegend bewegst du dich in der Nähe des Trimmbachs auf Asphalt. Links von uns sehen wir schöne Wiesen, alte Bäume, große Weiden, die bereits ihr erstes zartes Grün zeigen und den Trimmbach. Rechts von uns geht es in dem ersten Tal bergauf, der Wald ist relativ natürlich gehalten und ab und zu säumen Bänke unseren Weg.
Was wir an und zwischen diesen fanden, war nicht so toll, das haben wir in einem separaten Beitrag schon geschrieben, deswegen lassen wir es aus dieser Schilderung des Weges heraus. Der Asphalt, auf dem wir laufen, naja. Es gibt gewiss für Wanderer wünschenswertere Untergründe. Das sollte klar sein, wenn man diesen Weg wandern möchte – die ersten Kilometer sind asphaltiert.

Der Trimmbach schlängelt sich neben uns entlang, die Bäume erwachen aus dem Winterschlaf, die Vögelchen rufen laut und wir genießen diesen Tag. Es ist ein Werktag. Normalerweise kommen wir an einem Freitag nicht zum Wandern. An diesem letzten März-Tag aber.

Nach ca. 3 Kilometern kommen wir an der Kläranlage an. Zum Glück ist es wenig windig an dem Tag – schlimmer als ganz zu Beginn, als wir die Gülle rochen, die gerade auf die umliegenden Felder verspritzt wurde, war es nicht. Hier verlassen wir nun den Trimmbach – überqueren ihn und gehen links zum Deimerbach. Dieser ist ein wenig größer als der Trimmbach und verläuft links von uns.
Hier ist übrigens die Müll-Problematik kein Thema mehr. Klar, hier können keine Autos anfahren, weil der Weg mit einer Schranke zu Beginn verschlossen ist.

Wir genießen den ruhigen Tag und die frische, aber nicht kalte Frühlingsluft.

Ein weiteres Schild bringt uns zum Nachdenken – erst zwei Wochen später sollte sich die Frage klären, was das denn für ein Wanderweg sei.

Das Schild des Lippertsweges verwirrte uns etwas.

Mittlerweile hat sich das alles aufgeklärt. Der Lippertsweg wird noch in diesem Jahr eingeweiht. Erste Infos haben wir für euch schon mal zusammengetragen, schaut mal hier: Ankündigung Lippertsweg, quer durch die Gemeinde Beltheim.

Wir gehen weiter am Deimerbach entlang. Er verläuft zumeist hinter Sträuchern links neben uns her. Das Wetter ist super, wir haben sogar die Ärmel von den Softshell-Jacken abgetrennt.

So macht Wandern Spaß, kurzärmelig und -beinig
 
Das Thema Trinken

Nach rund 5,5 Kilometern erreichen wir die Junkersmühle. Dort erhoffte ich mir eigentlich etwas Trinkbares, denn meines stand lieb zu Hause und wartete auf mich. Leider haben wir niemanden angetroffen und so musste ich ohne Trinken weiter gehen. Ich weiß ja nicht, wie es euch dann geht – ich fands total blöd. Anita bot mir ihre letzten Tropfen an, es war schon fast wie die Vorstellung des Verdurstenden in der Wüste – Flasche anheben und es tropft der letzte Tropfen heraus in den Mund des Durstigen in der Hitze.

Ok, ist vielleicht übertrieben. Es waren ja nur 15 Grad.
Und das Ziel nur noch knapp 8 Kilometer entfernt.
Aber ich fühlte mich genauso. Jawoll.

Passt schön auf, dass ihr immer ein Getränk dabei habt…

Leider geschlossen, die Junkersmühle
Die Mühlen…

Wir wanderten trotzdem weiter. Bisher liefen wir fast nur leicht bergab. Nun kreuzten wir die L 108 und es ging bergan. Allerdings alles im Rahmen. Die Tour ist nicht anstrengend. Die folgenden Kilometer waren sehr schön. Wir sehen manche Mühle, die heutzutage als Wohnhaus umgebaut sind, zum Beispiel die Gräfenmühle, die Korweilerer Mühle und die Sulzmühle. Die letztere war früher mal ein beliebtes Ausflugslokal. Von Einheimischen Mohremühl genannt, wurde sie aber vor einigen Jahren wegen des maroden Zustands von den neuen Besitzern abgerissen.

Bei der Sulzmühle verlassen wir das Deimerbachtal und wandern nun entlang des Ourbachs. Gesprochen wird er übrigens Urbach. Das wussten wir auch nicht, in unserem youtube-Video waren wir noch rätselnd, ein lieber Mitleser bei facebook klärte uns dann darüber auf, wie er ausgesprochen wird.

Apropos Video, das möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Nach etwa 10 Kilometern erreichen wir den Kaiserweiher. Hier sehen wir eine  Angler, leider kommen wir nicht an den Teich heran, denn er ist eingezäunt. Wer weiß warum…

Weiter gehen wir leicht bergauf, links herum und aus dem Wald heraus bis zum Uhler Kopf. Von hier hast du eine wunderbare Sicht auf Kastellaun. Die Stadt wird immer größer. Erst unlängst ist wieder ein neues Wohngebiet ausgeschrieben worden, und da wachsen die Eigenheime wie Spargel aus dem Boden. Verständlich. Kastellaun ist schön. Die Umgebung ist schön.

Der Uhler Kopf, 441 Meter hoch

Vorbei an der schön gelegenen Grillhütte von Uhler geht es nun etwas am Ort entlang, an Gärten vorbei bis zur L 108, die wir erneut queren. Es geht hinab wieder zurück ins Trimmbachtal. An einem weiteren Neubaugebiet geht es wieder zurück zum Kastellauner See, wo sich der Kreis der 3-Täler-Wanderung schließt.

Sinnesbank an der Grillhütte Uhler
Fazit:

Der 3-Täler-Wanderweg ist ein netter Rundweg auf teils asphaltierten Wegen und teils auf Waldwegen. Die Bachtäler sind wunderschön, die erwachende Natur Ende März war super schön. Die Beschilderung ist vorbildlich, einzig an einer Stelle am Trimmbach waren wir etwas ratlos und liefen kurz falsch.

Bewertung
Schwierigkeit: 1,5 (teils Asphalt, teils Waldweg)
Wetterabhängigkeit:  1 (bei jedem Wetter begehbar, mit Wanderschuhen)
Kindertauglichkeit: 2 (keine besonderen Fähigkeiten erforderlich)
welche Fitness ist nötig: 1,5 (nicht anstrengend, trittsicher sollte man aber sein)
Zeitintensität: 2:44 Stunden ohne Pausen
Einkehrmöglichkeiten: Junkersmühle Uhler Telefon: 06762 8453, in Kastellaun gibt es diverse Restaurants

Informationen auf der Kastellauner Seite: http://www.kastellaun.de/kultur-freizeit/freizeit-sport/wandern/3-taeler-weg/

Noch ein paar Impressionen:

 

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