Wandertrilogie Allgäu – Der Portalort Füssen

[Werbung] Wir befinden uns im Trilogieraum Schlosspark – und das wird bei einem Rundgang durch diese schöne Stadt Füssen auch schnell klar. Alte Gebäude, Klöster, buckelige Straßen, die alten Mauern und Tore, es war für uns ein Gang in die Geschichte der Stadt. Schon im letzten Jahr haben wir euch über die Wandertrilogie geschrieben – ein Bericht befasst sich mit der Aufteilung des Wanderwegenetzes der Trilogie – wenn dich das interessiert, schau da nochmal rein.


Füssen Innestadt
Stadtrundgang mit Erih Gößler

Wir treffen uns mit Stefan Fredlmeier, dem Tourismusdirektor der Stadt und Christa Fredlmeier, “Macherin” der Wandertrilogie. Gemeinsam mit Stadtführerin Erih Gößler starten wir einen Stadtbummel, der uns zeigt, wie Füssen tickt.
Start ist an der Tourist-Information, dem Start- und Willkommensplatz in Füssen, an dem dienstags ein Markt stattfindet, dessen Namen wir nicht wissen.
Es ist warm, nahezu heiß, dieses Wetter sollte uns in den nächsten Tagen hier im Allgäu noch begleiten.

Füssen und seine Geschichte

Die höchstgelegene Stadt Bayerns hat eine lange Geschichte. Schon in den Jahren 46/47 n.Chr. wird die römische Staatsstraße Via Claudia Augusta gebaut. Sie geht von Oberitalien nach Augsburg auch durch diesen Bereich, wo später, etwa um 300 n. Chr. Füssen zum ersten Mal erwähnt wird.
Foetibus wird das Römische Militärlager auf dem Schlossberg genannt. Es wurden auch Namen wie Fotensium, Ad Fauces (An der Schlucht) und später im Deutschen Fozen oder Fießen genutzt.
Herausgekommen ist der Name Füssen – und das hat tatsächlich mit den Füßen zu tun. So auch im Wappen sichtbar.

Das Wappen der Stadt – 3 Füsse, die wohl auf die 3 damaligen Herrschaftsgebiete hinweisen

Füssen hat run 15.300 Einwohner und jährlich rund 1,4 Millionen Übernachtungsgäste. Eine stolze Zahl.
Dabei setzt Füssen nicht nur auf die herrschaftlichen Bauten ringsherum, alle kennen das Schloss Neuschwanstein und das Schloss Hohenschwangau. Auch dem Wandern, dem Radfahren, der Kultur, dem Bergsteigen kann man sich als Gast hier widmen.

Impressionen aus der Sadt
Eingang zur Markthalle in Füssen
In der Markthalle.
Beppos Eiskutsche – niemand verkauft fröhlicher das Eis! Und es hat auch noch prima geschmeckt :-)

Der Gang durch die Innenstadt offenbart uns viele Schönheiten. Alte Bauwerke, Aussichten und Erih Gößler weiß zu allem etwas Interessantes zu berichten.
Insgesamt entdecken wir ja immer mehr unsere Liebe zur Geschichte, wenn ihr fleißig unseren Blog lest, dann wisst ihr das. Nicht selten stehen wir in alten Gemäuern und fragen uns, was da wohl schon alles geschehen ist.
Wenn Mauern reden könnten….

Diese kunstvolle Malerei an Häusern ist hier weit verbreitet. Ein Stadthaus

So geht es uns auch in Füssen. Unglaublich hübsche Häuser entdecken wir. Mit am imposantesten gewiss die Heilig-Geist-Spitalkirche.

Die Heilig-Geist-Spitalkirche, im Hintergrund die Lechbrücke

Durch die mittelalterlichen Gässchen führt uns Erih Gößler, wir schauen in den Garten des Franziskanerklosters, in dem heute 13 Brüder leben.

An der alten Sadtmauer vorbei geht es dann zu einem herrlichen Blick auf den Lech. Der Fluß ist an diesem Tag nicht hellblau, wie wir ihn kennen, sondern durch die heftigen Regenfälle am Tag zuvor braun.

Ein kleiner Geheimtipp dann der Blick am Ende der Romantischen Straße:

Blick auf das ehenmaliger Kloster St. Mang und das Hohe Schloss
Am Trilogieplatz Füssen, der sich den Themen Themen Siedlungsgeschichte, Via Claudia Augusta sowie Lebensader Lech widmet
Magnusblick – das ehemalige Kloster St. Mang und rechts die Lechbrücke. An dieser Stelle findest du auch eine Schlossparkbank zum Ausruhen
Der Trilogieplatz im Stadtpark Baumgarten

Es ist ruhig hier. Im Stadtpark oberhalb von Füssen empfängt uns eine Friedlichkeit. Unten in der Stadt ist geschäftiges Treiben, die Autos drängen sich auf den Straßen, in der Innenstadt herrscht emsigen Treiben – aber hier ist es einfach ruhig.
Große alte Bäume stehen und rascheln im Wind.
Es erinnert mich an meine Heimat, in Wernigerode ist der Lustgarten ein ebenso friedliches Stück Natur – unweit der Innenstadt.

Erih Gößler im Stadtpark Baumgarten an der Eingangsstele Füssen
Die Lautenmacherzunft

An der Eingangsstele erfahren wir, dass die Stadt Füssen als Wiege des Lauten- und Geigenbaus in Europa steht. Deswegen ist der Füssener Würfel auch mit Saiten versehen. Die älteste Lautenmacherzunft war in Füssen beheimatet. Die Lage an der Via Claudia Augusta, der befloßbare Lech und das Holz, das es hier zum Lautenbau gab, waren beste Voraussetzungen für diesen Erfolg.
Noch heute wird die Tradition weitergeführt.

Stefan und Christa Fredlmeier – wir merken immer wieder, wie verliebt sie sind – in die Wandertrilogie und in die Region Füssen.
Am Trilogieplatz mit zwei Schlossparkbänken, aus denen es sich sehr gut ausruhen lässt.
Traumhaft…

Das Thema Lauten- und Geigenbau treffen wir auch in der Stadt immer wieder.

Auf dem Brotmarkt der Brunnen mit dem bedeutendsten Lautenmacher des Füssnerer Landes, Kaspar Tiefenbrucker
Hier lässt es sich vorzüglich flanieren.

Ein abschließendes Zitat von Stefan Fredlmeier, der schön beschreibt, wie man diesen Eintritt auf der Wandertrilogie in die Stadt Füssen und den Trilogierundgang erlebt:

“Man wandert draußen, spaziert durch den Baumgarten und flaniert durch die Stadt.”

Das ist der Portalort Füssen.

Und bei diesem Flanieren entdeckst du so viel Spannendes und Interessantes. Wenn dann noch eine solch kompetente Stadtführerin dabei ist, macht es nochmal so viel Spaß. Wir hätten gewiss noch länger durch die Stadt laufen können, aber wir hatten ja noch was vor!

Unsere nächste Station war Halblech, von dort lest ihr im nächsten Beitrag zur Wandertrilogie.


Wir wurden von der Allgäu GmbH zu dieser Pressereise eingeladen. Das ändert aber nicht unsere Sichtweise auf das Erlebte, ihr werdet unsere ehrliche Meinung lesen.


1 Trackback / Pingback

  1. Wandertrilogie Allgäu - Von Halblech zur Kenzenhütte | Aktiv-durch-das-Leben.de - Wanderblog

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*