Bergschluchtenpfad Ehrenburg – wildromantisch und anspruchsvoll

Brodenbach Bergschluchtenpfad Ehrenburg
Über den Brodenbach

Diesen Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg sind wir schon des öfteren gegangen, erstaunlichweise haben wir noch nicht über ihn geschrieben. Warum können wir gar nicht sagen, denn er ist es auf jeden Fall wert, dass er gezeigt wird. Anspruchsvoll und nicht kurz, aber landschaftlich und architektonisch sehr reizvoll.

Facts

Art: Rundweg
Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg
Region: Rheinland-Pfalz,
Start/Ziel: Parkplatz an der Ehrenburg, Parkplätze in Brodenbach
Länge: ca. 19,2 km, auch kürzbar (ausgeschildert)
An-, Abstieg: etwa 690 m Meter
Dauer: ca 6 Stunden inkl. Pausen
Einkehr: Ehrenburg (Burgzoll beachten), Brodenbach, Historische Mühle Vogelsang
Betreiber: Rhein-Mosel-Eifel-Touristik
Premiumweg Deutsches Wandersiegel

komoot
Anfahrt

Dieses Mal entschied ich mich, an der Ehrenburg zu parken. Das letzte Mal fuhren wir nach Brodenbach an der Mosel und parkten dort. Wenn dir egal ist, wie deine Tour endet, kannst du an beiden Stellen gut stehen.
Vorteile des Parkens in Brodenbach: deine Tour endet nicht mit einem Anstieg, sondern du gehst die letzten Kilometer bergab.
Vorteile des Ehrenburg-Parkplatzes: du kannst deine Kondition so richtig reizen, da du zum Abschluss aus beiden Richtungen kommend schöne Anstiege hast.

Beschilderung

Der Traumpfad ist, wie zu erwarten, nahezu unverlaufbar. Das Traumpfade-Logo ziert die Tafeln und Bäume. Auf orangenem Grund sehen wir eine weiße Schlängellinie, die die Mosel darstellt. Darunter auf den Schildern: Traumpfade Rhein-Mosel-Eifel-Land.
Mittlerweile ist auch eine Abkürzung ausgeschildert

Gehrichtung

Immer, wenn wir diese Tour gingen, wählten wir die Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn. Empfohlen ist es andersrum. Unsere Beschreibung ist also anders als die anderen…


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Ab in den Felstrog Donnerloch

Über die Straße geht es an einem Feld entlang direkt in den Wald hinein – und es folgt der Abstieg zum Donnerloch. Da durfte ich gleich erstmal spüren, wie es ist, wenn die Feuchtigkeit zuschlägt, denn ich lag fast auf dem Hosenboden, als es steil bergab ging. Ich rettete mich gekonnt ;-)
Sehen hätte ich das nicht wollen…

Ich wandere also da unten im Tal etwa 2 Kilometer am Brodenbach entlang – und es begegnet mir gerade mal ein Mensch. Einsam ist es hier. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur Glück… denn ich genoss diese Ruhe hier sehr.
Nach etwa 3,3 Kilometern dann beginnt eine Steigung, sie führt dich nach Nörtershausen. 250 Höhenmeter und knapp 4 Kiloemter später: oben! Dieser Anstieg hat es in sich, er ist nicht sehr steil, aber zieht sich. Ich konnte den recht gut am Stück durch gehen, das viele Wandern macht sich eben irgendwann doch bezahlt.


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Aussicht

Bei Nörtershausen trete ich aus dem Wald – und micht erwarten wundervolle Weitblicke Richtung Mosel. Unten sehe ich sie liegen und denke mir, da bin ich gleich…
Was ich mir gewünscht hätte, dass hier ein oder zwei Bänke mehr gestanden hätten. Eine war da, diese war aber belegt – hier oben traf ich tatsächlich wieder Menschen. Im Gegensatz zum Tal war es da oben knochentrocken.
Ich biege links ab auf einen Asphaltweg und bin kurze Zeit später schon wieder im Wald. Ein ganz anderes Bild… hier wird es wieder patschig. Das ist hier an den Flüssen wirklich auffällig, dass sich innerhalb kürzester Zeit das Gelände völlig verändert. Während unserer Wanderung auf dem Seitensprung Felsen.Fässer.Fachwerk konnten wir das auch feststellen.

Der Schafberg

Wiesen, tief fliegende Schwalben, Wind und Regentropfen, Blumen, Bäume und Sträucher, all das sehe ich im nächsten Abschnitt. Was sehe ich nicht: eine Bank.
Aber wer will schon bei Regentropfen rasten :-)
Also geht es weiter, hinauf auf den Schafberg. Dieser ist wenig spektakulär, kurz vor dem finalen Anstieg zu ihm hinauf entdecke ich eine Schutzhütte. Diese ist mir aber zu dunkel, als dass sie mich zum Bleiben verführt. Somit stapfe ich auf den Schafberg hinauf, entdecke keine Aussicht und stapfe wieder hinab. Es soll eine Panorama-Aussicht geben – ich hab sie nicht entdeckt.

Der Weg vom Schafberg hinab ist wundervoll. Ich genieße es sehr, und ich entdecke Sinnesbänke – aber was soll ich sagen: sie sind besetzt.

Teufelslay

Erste Aussichten auf die Mosel folgen und ein fantastischer Weg am Hang entlang. Ich liebe so etwas sehr, rechts der Fluss, links geht es hinauf und der Weg ist sehr schmal. Hier musste ich wieder gut aufpassen, wo ich die Füsse hinsetze. Und dann war sie da! Meine Stelle zum Rasten. Ich habe mich sehr gefreut und es sollte wohl so sein, dass ich genau hier nach etwa 12 Kilometern eine Pause einlegte. Auf der Teufelslay gibt es einen wundervollen kleinen halb offenen Pavillon mit Bänken, da setzte ich mich hinein und genoss mein Essen. Das tat sooo gut. Wer mich kennt, der weiss, dass Hunger für mich etwas ganz Schlimmes ist.

Weiter geht es am Hang entlang bergab, bis ich nach etwa 13 Kilometern auf den Nickelsbach treffe. Dieses dunkle Bachtal war uns schonmal irgendwie unheimlich, nicht zuletzt deswegen, weil es in einem Gebiet von Brodenbach endet, das wenig attraktiv ist. Er mündet schließlich in den Brodenbach und gemeinsam mit diesem gehe ich im Ort in Richtung Mosel. Ich sehe noch den Brodenbach in die Mosel fließen – obwohl fließen zuviel gesagt ist, das Wasser steht an der Mündung.

Brodenbach

Im Ort schließlich führt der Bergschluchtenpfad Ehrenburg durch die mit Fachwerkhäusern bebaute Rhein-Mosel-Straße, vermutlich wegen des Verkehrs. Am Moselufer ist immer gut was los – aber man sieht eben auch die Mosel. An der Einbiegung Salzwiese und im weiteren Verlauf sind zwei Parkplätze, die auch für Wanderer ausgestattet sind. Hier könntest du die Tour also auch beginnen. Ich biege links ab auf einen Schotterweg, der mich hinauf zum Kriegerdenkmal führt. Verwunderlich, dass dieses videoüberwacht wird… Nun denn, die Aussicht auf Brodenbach ist schön, ich mache eine kurze Pause und suche im gegenüberligenden Hang den kleinen Pavillon, in dem ich meine Rast machte. Erst nach etwas längerem intensiven Suchen entdecke ich ihn – gar nicht so einfach…

Historische Mühle Vogelsang

Weiter gehts serpentinenartig hinauf bis zu einem weiteren Häuschen, dessen Bewandnis ich nicht erkundete. Sah aus wie ein Glockenturm…
Während dieser Zeit fraßen mich kleine Mücken auf. Immer, wenn ich stehen blieb, kamen sie in Scharen auf mich herab. Also: immer in Bewegung bleiben.
Vermutlich zog ich einen ganzen Schwarm hinter mir her :-o
Es geht schließlich im Wald immer am Hang entlang hinab zum Campingplatz Historische Mühle Vogelsang. Hier ist eine Einkehr möglich, ein Campingplatz, Tiny Mühlenhäuschen (die uns sehr interessieren) oder Zimmer laden auch zum Übernachten ein.
Ich gehe dieses Mal einfach vorbei, beim Vorbeiwandern erkenne ich wieder, wie viel Platz hier auf dem Campingplatz ist. Und die Ehrenburg haben die Camper wunderbar im Blick.

Finaler Anstieg

Zum Schluss geht es für mich auf dem Bergschluchtenpfad Ehrenburg nochmal anständig bergauf. Vermutlich ist das nicht der steilste Anstieg, allerdings nagt der richtig an der Kondition. Mich überholt ein Läufer – ich bewundere ihn ein wenig, überhole ihn aber doch wieder, weil er etwas weiter oben auf einer Bank sitzt.
Etwa 1,5 Kilometer stapfe ich hinauf und schließlich stehe ich vor ihr. Die Ehrenburg. Die sieht schon toll aus… Vor allem diese rot-schwarzen Fahnen sehen gegen den Himmel immer so fantastisch aus!

Wissenswertes zur Ehrenburg

Die Ehrenburg ist die Ruine einer Spornburg auf 230 m ü. NN in der Nähe von Brodenbach mit einer recht wechselvollen Geschichte. Sie wurde auf einem Felssporn im Ehrbachtal, einem Seitental der Mosel erbaut. Einst das befestigte Zentrum einer kleinen Reichsherrschaft mit Besitzungen zwischen Untermosel und Mittelrhein, ist sie heute ein Kulturdenkmal mit einer Vielzahl an Veranstaltungen.

Quelle: Wikipedia

Wenn du magst, kannst du hier im Burghotel oder Ritterzelt nächtigen oder die Gastronomie nutzen. Viele tolle Events werden hier veranstaltet – und der Burg-Brunch, den können wir euch sehr empfehlen. Der Burg-Zoll , der hier entrichtet werden muss, auch um etwas zu trinken, ärgert uns manchmal. Andererseits ist es nachzuvollziehen: es gibt einen Förderverein, der sich um die Erhaltung der Burg kümmert und ein Großteil der Instandsetzungen wurden aus privaten Mitteln bezahlt.

Seit 1991 ist die Ehrenburg in Privatbesitz und wird seit 1993 durch den gemeinnützigen Freundeskreis der Ehrenburg e.V. aus privaten Mitteln erhalten und wiederaufgebaut.

Quelle: Wikipedia

Ich habe somit meine Wanderung auf dem Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg beendet, bin den Anstieg zum Parkplatz hinaufgegangen und freute mich über die tolle Tour, die ich in den Beinen hatte. Irgendwie freuen sich unsere Muskeln mittlerweile, wenn sie mal so richtig beansprucht werden…

Fazit

Der Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg wird auch dir gefallen, wenn du historische Bauten magst und dich ein wenig verausgaben möchtest. Wildromantische Bachtäler, glucksende Bäche und klasse Aussichten lassen die Anstiege vergessen. Einkehren kannst du an einigen Stellen.
Uns gefällt der Weg richtig gut. In der offiziellen Beschreibung wird er als schwer eingestuft.
Bei Eis und Schnee solltest du ihn nicht gehen, auch bei normalem Wetter sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung.

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