Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg

Auf unserem Weg von der Villa Wittstock in Burg ins Havelland haben wir noch einen Zwischenstop in Magdeburg Rothensee gemacht. Dort wollten wir uns das Wasserstraßenkreuz anschauen, ohne zu ahnen, wie imposant das wird. Gelandet sind wir erstmal an der Sparschleuse und dem Schiffshebewerk Rothensee, da uns das Navi einfach dahin leitete.

Schffshebewerk Rothensee

Das war aber auch gar nicht schlecht, denn dort trafen wir den sehr motivierten und fachlich versierten Mitarbeiter der mmkt – der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH, Ulrich Dräger. Der erklärte uns ganz genau, wie die Schleuse und das Hebewerk funktionieren, wie lang die Schiffe sein dürfen, aber zu allererst gab er uns den entscheidenden Tipp, um den am Aussichtsturm versteckten Geocache zu finden.

Informationsstand der mmkt am Schiffshebewerk und an der Schleuse Magdeburg Rothensee
Informationsstand der mmkt am Schiffshebewerk und an der Schleuse Magdeburg Rothensee

Die Sparschleuse in Rothensee, die wir zum Glück dann auch noch in Aktion sehen durften, wurde 2001 fertig gestellt. Sie war das erste Bauwerk des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg.
Je nach Wasserpegel ist die Hubhöhe zwischen 11 und 18 Metern. 60% des Schleusungswassers wird bei jeder Talschleusung in den seitlichen Sparbecken gespeichert und bei der Bergschleusung wieder passiv in die Schleusenkammer zurückgeführt. Das fehlende Wasser wird über ein Pumpwerk mit 5 Pumpen, das seitlich neben der Kammer liegt, wieder in den oberen Kanal zurückgepumpt.
Das ist schon echt viel Technik, aber es faszinierte uns sehr. Das Schiff, welches in dem Moment die Talschleusung vornahm, war nur wenige Zentimeter kleiner als die Schleusenkammer – es war wirklich Zentimeterarbeit…

Sparschleuse Rothensee
Das Frachtschiff Stör passiert die Schleuse in Magdeburg/Rothensee

 

 

Nach der Schleusung fragten wir Herrn Dräger nach dem Weg zur längsten Kanalbrücke der Welt – er gab einen Schleichweg preis und so standen wir bald danach auf dem Parkplatz an der Brücke. Wir mussten ein wenig laufen, um die Mitte des Wasserstraßenkreuzes zu erreichen – die Dimension dieses Bauwerkes ist wirklich erstaunlich. 2003 wurde dieses Bauwerk eröffnet: die Verbindung zwischen dem Mittelland- und dem Elbe-Havel-Kanal und das mittels einer 918 Meter langen Kanalbrücke über der Elbe. Das ist echt komisch – wir kennen Straßenbrücken über Flüssen, wir kennen auch Straßen, die unter einem Fluß hindurch führen – aber: ein Kanal, der über einem Fluß langgeführt wird, das war uns neu. Wir gingen bis zur Mitte, versuchten ein paar Fotos, um euch die Dimension zu zeigen, aber es gelang uns nicht so sehr gut, da wir viel zu klein sind 😀

Wasserstraßenkreuz Magdeburg
Oben der Kanal, unten die Elbe

Der Bau und die Fertigstellung dieses Verkehrsprojektes Wasserstraßenkreuz Magdeburg ist für die Ost-West-Verbindung ein großer Schritt gewesen. 12 Kilometer Umweg gehören der Vergangenheit an. Nun müssen Schiffe nicht mehr den Umweg über die Elbe nehmen, um vom Mittellandkanal in den Elbe-Havel-Kanal zu gelangen. Für Magdeburg ist dies auch ein großer Schritt, nicht nur für den Güterverkehr, sonden auch für den Wassertourismus.

Wir waren sehr begeistert, und raten euch, schaut euch das mal an, wenn ihr in der Umgebung seid. Das bereut ihr gewiss nicht – für die Kinder waren die Dimensionen auch schier unglaublich.

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