Ankündigung: Der Lippertsweg – Quer durch die Gemeinde Beltheim

Ein neuer Wanderweg wird gerade beschildert.
Im schönen Hunsrück passiert viel, tolle neue Wanderwege werden gefunden – so auch dieser:

Der Lippertsweg, ein Rundwanderweg, der einmal quer durch die Gemeinde Beltheim führt.

Streckenverlauf

Der Streckenverlauf ist vielversprechend.

Los geht es in Beltheim am Jugendheim. Vorbei am Heiligenhäuschen durch den Geißbusch über den 3 Täler Weg. Weiter geht es zur Junkersmühle, entlang dem Saar-Hunsrück-Steig zum Erlebnisfeld in Mannebach. Weitere Stationen sind: Grillplatz Heyweiler, Wiesenthal Frankweiler, Zubringer Traumschleife Baybachklamm Sevenich. Danach geht es durch den Wald am Schnellbach nach Schnellbach, es folgt ein Aussichtspavillon (mit Sicht in die Gemarkung Hausen). Vorbei an der Schutzhütte Hexenäuschen geht es zurück zum Jugendheim Beltheim.

Länge des Weges

Wenn du das gelaufen bist, hast du ca 25 km in den Beinen. Nicht von schlechten Eltern – das weiß auch Uwe Hammes.
Aber sie wollten den Wanderern einfach sehr viel von der Gemeinde Beltheim mit seinen Ortsteilen Frankweiler, Heyweiler, Mannebach, Sevenich, Schnellbach und Beltheim zeigen.

Schwierigkeit

Die Strecke wird vermutlich eine mittlere Schwierigkeit haben. Wenn wir uns den Streckenverlauf anschauen, sind da schon einige Steigungen drin, aber zu schwer wird es nicht sein. Trittfestigkeit und gute Wanderschuhe, Ausdauer bei der Länge und anständig Proviant – und dieser Lippertsweg wird eine wahre Wonne.

Der Einstieg ist laut Bürgermeister Hammes an jeder Stelle möglich.

Beschilderung

Die Beschilderung wird noch ein wenig dauern, da es auf der Länge einiges an Arbeit ist und natürlich alle ehrenamtlich arbeiten.

Apropos Schild: Es ist ein Logo, das auf weißem Hintergrund einen bärtigen Mann in schwarz zeigt.

Auf unserer Wanderung durch den 3 Täler Weg haben wir das Schild schon entdeckt.
Lippert?

Wer war denn dieser Lippert, dass ein solch toller Wanderweg nach ihm benannt wird?

Es ist Josef Lippert. Geboren 1888, gestorben 1963, genannt wurde er nur: der Beldemer Lippert. Für die von euch, die kein Hunsrücker Platt verstehen, Beldemer = Beltheimer. Er war ein Kleinwarenhändler, der regelmäßig mit Schubkarre oder seinen am Tragjoch befestigten Körben die Dörfer im Vorderhunsrück mit Haushaltswaren belieferte. War er nicht unterwegs, lebte er in Beltheim. Er verkaufte seine Waren für Pfennig-Beträge und zahlte jeden Pfennig zuviel zurück.

Viele Geschichten sind von ihm überliefert, klar, denn ein jeder kannte wohl früher den Beldemer Lippert. Die bekannteste Geschichte übernehmen wir mal aus Wikipedia:

„Die bekannteste Geschichte von ihm stammt von einer Geschäftsreise nach Berlin während der Zeit des Dritten Reiches: Er soll seine zum Verkauf mitgebrachten Heringe mit dem Spruch „Hering, so fett wie de Göring!“ angepriesen haben und dafür acht Tage hinter Gitter gesperrt worden sein. Als er in der folgenden Woche wieder seine Heringe anbot, habe er gerufen: „Hering, so fett wie die vorig Woch!““

Dass sich so etwas im Hunsrück ratz fatz verbreitet, ist ja klar.

Wir hatten vorher noch nichts von ihm gehört, aber wir sind ja auch noch nicht so lange hier 🙂

Und nun warten wir gespannt auf die Eröffnung dieses Lippertsweges. Vermutlich im Spätjahr wird es soweit sein laut Uwe Hammes. (Anmerkung für die des Hunsrücker Platt nicht Mächtigen: im Herbst)

Wir freuen uns drauf und werden euch über Neuigkeiten informieren.

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*