Outdoor-Ausrüstung: Was trägst du (nicht)? Unsere Erfahrungen…

Seit einiger Zeit sind wir nun vermehrt draußen unterwegs. Und wir haben unsere Ausrüstung angepasst – anpassen müssen.

Früher war es relativ egal, was für eine Jacke getragen wurde, Hauptsache hübsch. Wenn du draußen allerdings aktiver bist, dann kommen da Dinge hinzu, die es zu beachten gilt.

Zum Beispiel ist da das Wetter, das nicht beeinflußbar ist. Wind, Regen, Schnee – all das kann dir draußen unterwegs geschehen. Und wenn deine Jacke unpassend ist, fühlst du dich ganz schnell unwohl.
Frieren und unangenehme Nässe die nach innen kriecht – all das macht eine Wanderung nicht genießbar. Aber auch an die Feuchtigkeit von innen ist zu denken.

Brockenwanderung
Jedes Wetter ist möglich…
Worauf solltest du achten?

Du kennst dich am besten.

  • Frierst du leicht?
  • Schwitzt du schnell?
  • Bist du anfällig gegenüber Wind?
  • Magst du lieber leichte Kleidung?
  • Brauchst du viele Taschen an deiner Jacke?

Es gibt die verschiedensten Funktionsjacken, da mussten auch wir uns erstmal durcharbeiten. Softshell, Hardshell, Fleece, dreilagige Jacken, Regenjacken, wattierte Jacken, Windbreaker oder Multifunktionsjacke?

Funktionsjacken im Einsatz
Warm sollten die Jacken im Winter sein…

Für uns steht fest, in den meisten Situationen sind für uns die Softshell-Jacken angesagt. Unwahrscheinlich wichtig ist die Atmungsaktivität. Leicht kommst du draußen ins Schwitzen, da gibt es nichts Unangenehmeres, als dass der Schweiß dich innerlich feucht und damit kalt macht. Diese Feuchtigkeit muss raus!

Das Zwiebelprinzip

Da gehört zuerst (im Winter) eine Funktionsunterwäsche auf den Körper. Bei den Damen ist darunter natürlich ein BH oder ein Bustier. Auch diese gibt es als Funktions-BH’s, werden auch Sport-BH genannt.
Als nächste Schicht bloß keine Baumwolle! Polyester muss ran, das atmet und leitet die Feuchtigkeit vom Körper weg.
Aber: diese Kunstfasern riechen schneller unangenehm nach Schweiß. Wir haben das ganz gut im Griff, sie werden sehr häufig gewaschen – und mit einer normalen Körperhygiene ist das alles aushaltbar :-D

Es gibt aber auch Unterwäsche aus Merino, die soll weniger oder so gut wie gar nicht riechen. Wir haben diese noch nicht ausprobiert.

Outdoor-Hosen

Da haben sich bei uns die abzippbaren Hosen sehr bewährt. Oft gehen wir los und es ist frisch und unterwegs wird es richtig schön warm. Einfach oder sogar zweifach abzippbare Hosenbeine sind da Gold wert. Im Winter tragen wir Schnee-Hosen, wenn es sehr kalt ist über der langen Unterwäsche.

Bei den Shirts gilt Ähnliches wie bei der Funktions-Unterwäsche.

Nun kommt die wärmende Schicht, wenn erforderlich. Hier haben sich bei uns Fleece-Pullover oder-Jacken bewährt. Sie sind leicht und transportieren auch die Feuchtigkeit sehr gut.

Softshell-Jacken

Wenn nun noch eine Jacke erforderlich sein sollte, tragen wir wie oben schon geschrieben, gern Softshell-Jacken. Es gibt diese mit Innenfutter oder ohne.
Sie sind atmungsaktiv (hochwertige Jacken), winddicht und wasserabweisend.
Wasserabweisend bedeutet, dass sie NICHT wasserdicht ist. Bei Nieselregen wird dir deine neue Softshell-Jacke gewiss gute Dienste leisten. Regnet es aber ununterbrochen richtig stark und du gehst z.B. mit Rucksack und gegen den Wind, dann wirst du bald merken, dass es innen nass wird.

Softshell-Jacke
Wasserabweisender Stoff
Hardshell-Jacken

In diesem Fall hilft eine Hardshell-Jacke. Diese sind wasserdicht und auch atmungsaktiv. Zwei- oder dreilagig, das hängt davon ab, wozu die genutzt wird. Im Winter empfiehlt sich natürlich eine dreilagige, da dort noch eine wärmende Schicht und oft auch ein Schneefang eingearbeitet ist.
Es gibt eine DIN-Norm, die besagt, wie wasserdicht ein Gewebe ist und daran messen sich die Hersteller der Hardshell-Jacken auch. Ausgedrückt wird es in „mm Wassersäule„. Wasserdicht darf sich in Deutschland eine Jacken nennen, die einen Wert von 1.500 mm Wassersäule hat. Da sind Jacken mit 3.000 mm, 8.000 mmm bis hin zu 20.000 mm Wassersäule zu finden. Neben der Wasserdichtigkeit sind die hochwertigen Hardshell-Jacken auch noch höchst atmungsaktiv… Ein Wunder.
Wir haben diese Jacken noch nicht getestet, werden es aber demnächst nachholen.

Ein Berater für dich

Wir haben im großen weiten WWW einen Outdoor-Jacken-Berater gefunden, der auch uns geholfen hat, für unsere Bedürfnisse eine richtige Jacke zu finden.
Recht schlicht gehalten – du darfst einfach ein paar Fragen beantworten zu deinem Verwendungszweck der Jacke und bekommst im Anschluss Vorschläge gemacht, was zu dir passen könnte.

Softshell
Die Details sind oft wichtig. Hier zum Beispiel die Weitenregulierung am Bund.
Softshell-Jacke
Eine kleine Innentasche – nützlich?
Softshell-Jacke
Verstellbare Kapuze.
Softshell-Jacke
Gern gesehen: eine Brust-Tasche.

 

Nun denn – das Wichtigste allerdings: Spaß haben an der Natur und den Outdoor-Aktivitäten. Und mit der richtiggen Ausrüstung macht das nochmal so viel Freude.

Was habt ihr für Erfahrungen gesammelt?

1 Kommentar

  1. Hej Claudia,
    Vielen Dank für Deinen Artikel. Ich bin Langstreckenwanderer und nutze seit vielen Jahren Wolle als wärmende Schicht. Nach meinen ersten Erfahrungen mit Merinounterwäsche habe ich sehr schnell komplett umgestellt und auch „die wärmende Schicht“ mit Produkten aus Merinowolle ergänzt. Wärmt auch feucht und stinkt nicht so schnell, sind die wichtigsten Vorteile des Materials. Meine Erfahrungen mit Hardshelljacken sind durchwachsen. Jacken mit unter 10.000 mm WS sollten kaum noch zu bekommen sein und vertragen i.d.R. keine schweren Rucksäcke (Rucksack über 10 kg). Bei nicht so robusten Qualitäten/Jacken kommt es im Schulterbereich nach wenigen Stunden zum Wassereinbruch.
    Herzliche Grüße und „God Tur“ (norweg.)
    PS: Übrigens scheint der „Beraterlink“ nicht mehr zu funktionieren.

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