Wandern in Österreich – Senderrundweg Markt Neuhodis – schön aussichtslos

Während unseres Österreich-Urlaubes sind wir gewandert – und im Burgenland hatten wir uns für eine Strecke entscheiden, bei der mittendrin eine tolle Aussicht auf uns wartete. Aber war das auch wirklich so?

Dauer: 3:02 Stunden (ohne Pausen)
Länge:  15,9 km
Höhenmeter überwunden: ⇑ 570 m ⇓ 560 m
Durchschnitt: 5,2 km/h

Der Start

Los ging es in Markt Neuhodis. Das ist ein kleiner Ort mit rund 650 Einwohnern nahe der ungarischen Grenze.

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Startpunkt – und Erinnerung an den guten Opel Astra, er hat uns viele tausend Kilometer gefahren

Zu Beginn geht es ca. 1 Kilometer auf der Straße aus dem Ort heraus Richtung Althodis – leicht bergauf. Wir biegen rechts ab in den Wald und sehen nun, was uns erwartet. Natur pur. Wilde Wege, rechts und links sehen wir so viele Alpenveilchen wie noch nie in freier Natur.

Ihr glaubt nicht, wie gut das gerochen hat!

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Anita mit Kamera bewaffnet 🙂
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Ein kleiner Wasserfall

Es ging weiter bergauf, insgesamt geht es mehr als 8 Kilometer nur hoch. Nicht steil, aber stetig. Wir freuten uns auf einen tollen Ausblick am Ende des Anstiegs. Unterwegs offenbarte uns schon manchmal ein Blick durch die Bäume, dass es wunderbar sein muss ganz oben.

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Ein Blick durch die Bäume lässt Gutes erahnen für die Aussicht oben.
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Eine Heuraufe für die Waldtiere. Schöne eingewachsen.

Die Natur wechselt immer mal wieder ihr Aussehen, mal niedriger Bewuchs unter den Bäumen, mal urwaldartig. Im Unterholz sehen wir weiter oben keine Alpenveilchen mehr, aber immer wieder unzählige Schmetterlinge.

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Vor allem der „Russische Bär“, das Tagpfauenauge und der „Kaisermantel“ flattern immer wieder vor unseren Linsen herum. Wir hatten viel Spaß, sie zu beobachten.

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Ein Kaisermantel

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Nur noch 5 Minuten bergauf

Ein Schild zeigt uns, dass es nun nicht mehr weit ist bis zum Großen Hirschenfels und dem Sender… und endlich haben wir ihn erreicht. Ein Gipfelkreuz mit einem Gipfelbuch und der riesengroße Sendemast.

Aber…

keine Aussicht! Alles, was wir um uns herum sehen, sind Bäume. Sie sind nicht allzu hoch, aber selbst auf dem Gipfelkreuz-Steinberg sehen wir nicht über sie hinweg.
Sehr schade.

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Das Gipfelkreuz auf dem Großen Hirschenfelsen

Wir hatten uns so gefreut auf eine tolle Aussicht!

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Der Sendemast

Nun legten wir trotz „Aussichtslosigkeit“ eine Rast ein, wir beendeten sie aber auch schnell wieder, denn es wehte ein richtig frischer Wind hier oben auf 862 Metern.
Es fing an zu tröpfeln, wir begaben uns aber auf den nächsten Kilometern wieder in den Wald, diesmal bergab und merkten hier nicht so viel davon.

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Steiniger Weg

Der Weg ging genau gegenüber dem Hinweg wieder hinab. Dementsprechend war auch die Natur anders. Wir sahen kaum mehr Schmetterlinge, es war kühler und die Sonne sahen wir auch nicht mehr wieder an dem Tag.

Insgesamt waren wir enttäuscht, weil wir null Aussicht hatten.

Althodis

Aber weiter gings. Wir gingen vorbei am Baumwipfelpfad, von dem wir von dem Weg aus leider nichts sahen. Was wir aber sahen war Umgebung.

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Blick zurück zum Sender auf dem Großen Hirschfelsen

Wir hatten auf dem Weg nach Althodis tatsächlich Aussicht. Zwar befanden wir uns schon wieder auf ca. 430 Metern Höhe – aber wir konnten in die Weite schauen. Und es war schön, was wir sahen. Die Landschaft ist hügelig – in der Ferne ist es aber flach.  Wir schauen von hier in Richtung Südwesten.

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In Althodis angekommen

Im Ort selbst sehen wir einige ältere Damen mit Schürze, sie stehen bei Nachbarn und unterhalten sich. Wie früher auf dem Dorf… Und hier wuchsen Obstbäume – Wahnsinn!

Wir haben drei von den leckeren Äpfeln gepflückt – es tut uns leid, das ist nicht erlaubt – aber wir konnten nicht anders. Sie haben uns quasi angeschrien: „Esst unssss!“ Der Aufforderung konnten wir uns nicht widersetzen.
Und wir haben es nicht bereut. Sie schmeckten so super!

Die letzten knapp 3 Kilometer gingen wir Straße. Etwas langweilig und eintönig, da es links und rechts steil bergan ging und wir nicht von der Straße weichen konnten, aber nicht schlimm.

Wieder in Markt Neuhodis angekommen gönnten wir uns in der kleinen Kneipe ein leckeres Bier.

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Das war gut!
Fazit:

Der Senderrundwanderweg Markt Neuhodis ist landschaftlich reizvoll, der Anstieg stetig und 8 Kilometer lang, aber moderat. Aussicht hast du keine da oben, was wir sehr traurig fanden.

Insgesamt hatten wir aber trotzdem tolle Eindrücke, vor allem die vielen Schmetterlinge haben uns sehr erfreut neben der abwechslungsreichen Natur.
Das nächste Mal gehen wir die bekanntere Strecke zum Geschriebenstein – sie stand zwar auch zur Auswahl, wir hatten uns aber für diesen Senderrundwanderweg entschieden. Wird seinen Grund gehabt haben 🙂

Seht auf den folgenden Fotos noch einige Eindrücke.

 

 

 

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